erklärBär: Isothermen auf 850
hPa
Auf
dieser Karte lassen sich Informationen darüber gewinnen, welche
Temperaturen in der Atmosphäre herrschen. Um orograpische Einflüsse zu
vermeiden wird nicht die Bodentemperatur angegeben, sondern diejenige
auf einer Höhe von 850 hPa (ca. 1500 Meter). Erkennbar ist, ob ein
bestimmtes Gebiet im Zustrom warmer oder kalter Luft liegt. Um von
diesen Werten Rückschlüsse auf Bodentemperaturen ziehen zu können, ist
die Stabilität der Atmosphäre mit einzubeziehen (s. Höhenwetterkarte
500 hPa).
Bei einer labilen Wetterlage ist ein
Temperaturgradient von nahezu 1 Grad pro 100 Meter zu erwarten. Eine
Station auf Meereshöhe könnte dann als Höchsttemperatur mit fast 15
Grad mehr rechnen als auf der 850 hPa-Karte eingetragen ist. Ist die
Schichtung hingegen sehr stabil, so liegen die Temperaturänderungen mit
der Höhe oft nur bei 0,5 Grad pro 100 Metern.

Achtung! Gerade im Herbst und Winter haben
wir es oft mit einer Inversion zu tun (Temperaturumkehr: Es wird nach
oben in einem bestimmten Höhenbereich der Atmosphäre nicht kälter
sondern wärmer). Durch die schrägstehende Sonne kann die bodennahe
Kaltluft kaum oder gar nicht ausgeräumt werden und dann ist die
Temperatur am Boden sogar deutlich niedriger als diejenige auf 1500
Meter Höhe!
Karten mit Isothermen gibt es natürlich
nicht nur auf 850 hPa, sondern von verschiedensten Druckniveaus/Höhen.
In nebenstehendem Beispiel ist zusätzlich noch die Höhe der
850-hPa-Druckfläche in [gpdm] angegeben - Infos zur Druckfläche gibt es
bei der Erläuterung der Höhenwetterkarte auf 500 hPa.
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