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Statement zum Klimawandel


Der Mensch nimmt durch seine Lebensweise Einfluss auf seine Umwelt, indem er mit seinen Ressourcen nicht nachhaltig umgeht - für unsere Form der Lebensgestaltung gibt es schlicht zu viele Menschen auf diesem Planeten.

Ein Teilbereich unserer Umwelt ist die Atmosphäre und damit das Klima. Für die Veränderung des Klimas gibt es zwei Gründe: einmal natürliche Veränderungen, die es immer schon gab und die es auch jetzt und in Zukunft geben wird, wie beispielsweise die Veränderung der Sonnenintensität. Zum anderen verändert sich das Klima aber auch durch den massiven Eintrag von Treibhausgasen durch den Menschen, der knapp 90% seiner Energieversorgung fossil deckt – Energieträger, die endlich sind.

Um unseren Anteil am derzeitigen Klimawandel zu verringern, ist der Umstieg zu erneuerbarer Energie der meiner Ansicht nach einzig denkbare, denn nur so kann zunehmender Energieverbrauch, der derzeit weiter ungebremst stattfindet, entkoppelt werden von zunehmender Emission von Treibhausgasen. Ein Umstieg bei der Energieversorgung wäre übrigens auch dann notwendig, wenn es keine Erwärmung durch Treibhausgase gäbe, denn täglich 13,8 Milliarden Liter einer endlichen Ressource – Öl – zu verbrauchen, kann keine vernünftige Strategie sein.

Derzeit habe ich das Gefühl, dass die Öffentlichkeit dem Thema Klimawandel immer kritischer gegenübersteht. Das mag zum einen an der derzeitigen Überflutung mit diesem emotionalen Thema liegen, aber auch am generellen Umgang damit:

Wir sollten aufhören, uns ständig die Klimakatastrophe einzureden. So löst man keine Aufbruchstimmung in ein neues Zeitalter aus, allenfalls ist Resignation oder Ungläubigkeit die Folge. Viel hilfreicher ist es, sich die vielen – auch wirtschaftlichen – Chancen beim Kampf gegen die von uns mitverursachte Klimaänderung vor Augen zu führen.

Ebenso sollten wir die Schwarzweißmalerei beenden. Weder ist der Mensch am gesamten Klimawandel Schuld – so herausragend ist er dann vielleicht doch nicht – noch ist er gänzlich unschuldig daran.

Außerdem ist es vertrauensbildend und notwendig, die vielen Unsicherheiten offen anzusprechen, die uns bleiben: Viele der komplexen Zusammenhänge im Erdsystem haben wir derzeit nur unzureichend begriffen und eine Computermodellierung der Zukunft ist zwar etwas prinzipiell mögliches, sie enthält aber eine riesige Spannbreite von Unsicherheiten. Gleichzeitig muss durch mehr Klimabildung in der Bevölkerung aber klar werden, dass wir das Prinzip unseres Wirkens verstanden haben und zudem müssen alte, längst widerlegte Argumente aus der Diskussion genommen werden. So wie z.B., dass 0,038% CO2 eine viel zu geringe Konzentration ist, um einen solchen Klimawandel zu verursachen. Das kann sie sehr wohl, so wie auch eine Konzentration von 0,000000025% FCKW in der Atmosphäre ein ziemlich riesiges „Loch“ in die Ozondecke gerissen hat.

Zum Schluss eine Anmerkung zum Thema Wachstum, für die ich häufiger schon mit dieser Gegenfrage kritisiert wurde: wozu brauchen wir immer Wachstum? Die Antwort ist einfach: unser jetziges Wirtschaftssystem funktioniert nicht ohne! Wenn wir auf Wachstum verzichten wollen, brauchen wir ein weltweit neues System. Erfindet jemand eines, das funktioniert, so bin ich sofort dabei...

Aber es ist auch die Frage, was Wachstum bedeutet. Sicherlich nicht "größer, schneller, mehr". Stellen Sie sich vor, die Welt beginnt wirklich in globalem Maßstab die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzurüsten – was für ein großes technologisches und wirtschaftliches Wachstum steht dahinter! Ein Wachstum, das ich nur begrüßen kann...

Weitaus mehr Infos zur Thematik und zu unseren vielen Möglichkeiten mit dem Thema Klimawandel umzugehen, gibt es in meinem Buch „Gute Aussichten für morgen“, dass hier bestellt werden kann.